Arnika - die geschützte Heilpflanze & ihre Wirkung

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Die Arnika, lat. Arnica montana, ist seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. In den Aufzeichnungen über Heilkräuter aus der Antike wird sie jedoch noch nicht erwähnt, obwohl sie in Europa damals weit verbreitet war. In Europa, wo sie im Gebirge wächst, steht Arnika unter Naturschutz. Das bedeutet, dass wild wachsende Arnika nicht gepflückt werden dürfen. Arnica montana war im Jahr 2001 Arzneipflanze des Jahres und die Arnika und ihre Wirkung sind wissenschaftlich sehr gut erforscht. Die Pflanze wird heute kommerziell angebaut, da die Blüten in vielen Produkten verwendet werden, die auf dem Markt erhältlich sind.


Steckbrief: Arnika

  • Lateinischer Name: Arnica montana 
  • Herkunft: Arnika war in Europa weit verbreitet. Sie war von Portugal über den Südfuss der Pyrenäen, Norditalien, Kroatien bis nach Moldawien zu finden. 
  • Andere Namen: Bergdotterblume, Bergwohlverleih, Fallkraut, Wolfsauge, Bergarnika, Engelskraut 
  • Familie: Korbblütler (Asteracae) wie auch die Ringelblume
  • Verbreitung: wächst im europäischen Mittel- und Hochgebirge 
  • Verwendbare Pflanzenteile: Blüten 
  • Erntezeit: Mai bis August 
  • Blütezeit: Mai bis August, hauptsächlich aber Juni bis Jul

Merkmale der Arnica montana

  • Mehrjährige Pflanze
  • Wuchshöhe von 20 bis 60 cm
  • bildet unterirdische Rhizome
  • krautige Staude
  • mit kriechendem Wurzelstock
  • hellgelbe bis leicht orange Zungenblüte
  • in der Mitte der Blüte befindet sich eine gelbe Scheibenblüte
  • Blüten bis neun Zentimeter Durchmesser
  • Korbblüten
  • grundständig sitzende Blätter zu einer Rosette zusammengefasst
  • Blattoberseite stark behaart, Blattunterseite wenig bis gar nicht behaart
  • eine Pflanze kann bis zu drei Blüten haben, häufig wird aber nur eine davon ausgebildet 
  • Giftigkeit: Für Weidetiere, ausser für die Ziege, ist Arnika giftig. Beim Verzehr der Arnika durch die Tiere kommt es zu Vergiftungserscheinungen.

Standort- und Bodenbeschaffenheit

Arnica montana gedeiht auf sauren, kalkarmen Böden. Sie ist auf Magerwiesen sowie auf Bergwiesen zu finden. Die Pflanze kommt auch mit Torf-, Ton- oder Lehmböden problemlos zurecht. Sie wächst vor allem im Gebirge und ist bis auf einer Höhe von 2.800 Metern anzutreffen.


Arnika und ihre Wirkung

Arnika zeigt Wirkung in verschiedenen Bereichen. Sie wird gerne eingesetzt, um verletztes Gewebe zu regenerieren. Behandelt werden oft Verletzungen wie Blutergüsse, Verstauchungen, Quetschungen, Wassereinlagerungen, Prellungen oder rheumatische Beschwerden, bei denen dann arnikahaltige Produkte zum Einsatz kommen. Die Wirkung von Arnika geht jedoch noch weiter: Schleimhautentzündungen im Rachen und im Mund können ebenso behandelt werden wie Furunkel oder Entzündungen nach Insektenstichen.

Der Arnica montana werden zahlreiche Heilwirkungen nachgesagt. 

So soll diese Pflanze 

  • Entzündungen hemmen
  • Schmerzen und Juckreize lindern
  • Durchblutung fördern
  • Antibakteriell wirken
  • Pilze hemmen
  • Schwellungen entgegenwirken.

 

Frau hält sich Knöchel wegen Verstauchung
 

Die Inhaltsstoffe der Arnika (Arnica montana)

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Arnika, die zu jener Wirkung beitragen, für die die heimische Heilpflanze bekannt ist, befinden sich in den Blüten der Pflanze. Es handelt sich hierbei sowohl um ätherische Öle als auch bestimmte Bitterstoffe, Cumarine und Flavonoide. Ebenfalls ist Helenalin in Arnika enthalten. Die Wirkung dieses Stoffes besteht darin, dass er einen Einfluss auf die Proteinaktivität haben kann. Damit die verschiedenen Inhaltsstoffe der Arnika ihre Wirkung zeigen können, wird die Pflanze bei voller Blüte geerntet


Unerwünschte Wirkung

Die Arnika kann auch eine Wirkung auslösen, die eher unerwünscht ist. Die Pflanze selbst und Arnikasalben können Kontaktallergien mit Hautausschlag auslösen. Innerlich sollte die Heilpflanze entgegen ihrer früheren Verwendung nur als homöopathisches Mittel eingenommen werden. Die Wirkung der Pflanze auf das Herz, das Atemzentrum und die Gebärmutter wurden bisher nicht ausreichend geprüft. Bei häufiger Verwendung von Arnikasalben oder bei selber gemachten Produkten, die viel Arnikablüten enthalten, kann es zu Hautausschlägen und Quaddelbildung kommen


Darreichungsformen der Arnica montana

Die häufigste Darreichungsform der Arnica montana sind Salben. Es ist aber auch möglich, die Arnika je nach erwünschter Wirkung als Tinktur, mit Umschlägen oder als Öl aufzutragen. Innerlich wird die Pflanze nur als Globuli verabreicht. 

Weitere Einsatzgebiete: Arnica montana wird nicht nur bei uns eingesetzt. Die Pflanze ist auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin ein beliebtes Mittel.


Arnikasalbe selbst herstellen

Da Arnika unter Naturschutz steht, darf sie nicht in der freien Natur gesammelt werden. Alternativ können getrocknete Blüten im Handel erworben oder die Pflanze selbst im Garten angepflanzt werden. 

 Eine Salbe mit Arnika kann auch problemlos selbst hergestellt werden. Dies hat den Vorteil, dass Ihnen dann genau bekannt ist, welche Zutaten in der selbst gemachten Salbe aus Arnika enthalten sind. Eine solche Salbe mit Arnika soll Wirkung zeigen und Linderung verschaffen bei Prellungen, Blutergüssen und Gelenkschmerzen. 

Je nach Menge der enthaltenen Arnika, ist die Wirkung, die erwartet werden kann, auch unterschiedlich stark.

Getrocknete Arnika Blüten
 

So geht die Herstellung der Arnikasalbe

Benötigt werden für eine Salbe aus Arnika mit guter Wirkung folgende Zutaten:

  • 100 ml Pflanzenöl (aus Sonnenblumen oder Mandeln)
  • rund eine Hand voll getrocknete oder frische Arnikablüten
  • rund 7 g Bienenwachs (direkt vom Imker oder aus der Apotheke)
  • optional: einige Tropfen Vitamin-E-Öl (Tocopherol)
  • kleine Schraubgläser 

Um eine vegane Salbe ohne Bienenwachs herzustellen, kann statt des angegebenen Pflanzenöls auch Kokosöl verwendet werden. Dank der Konsistenz des Kokosöls kann auf das Bienenwachs verzichtet werden. 

Das Pflanzenöl, die Blüten und das Vitamin-E-Öl in ein hitzebeständiges Glas gegeben und für zwei Stunden in einen Topf mit heissem Wasser stellen. Das Wasser sollte dabei heiss sein, aber nicht kochen.


Verwendung in der Küche

Arnika wird nicht in der Küche verwendet. Weder Blätter noch Blüten haben einen nennenswerten Geschmack. Zudem können einzelne Inhaltsstoffe der Arnika in grösseren Mengen zu Verdauungsbeschwerden führen. Deshalb wird Arnika nur äusserlich angewendet und auch nicht als Tee eingenommen.


Arnika im Garten

Damit die Arnika ihre Wirkung, für die das heimische Heilmittel bekannt ist, entfalten kann, werden eine Vielzahl von Blüten benötigt. Da die Pflanze geschützt ist, wird sie kommerziell angebaut. Für den Eigengebrauch ist es möglich, die Heilpflanze auch im Garten anzupflanzen. Die Aussaat der Samen sollte in saurer Erde erfolgen. Dazu ist Moorbooterde oder spezielle Erde für Rhododendron sehr gut geeignet. Direkte Sonnenbestrahlung und auch ausgiebige Niederschläge verträgt Arnica montana sehr gut.

Die Pflege der Arnica montana

Diese Heilpflanze benötigt im Garten nicht viel Pflege. Auch muss sie nicht häufig gegossen werden, da sie trockene Standorte gewöhnt ist. Wenn gegossen wird, sollte dies am besten mit gesammeltem Regenwasser erfolgen, da sie auf zu viel kalk negativ reagiert. Das häufigste Problem, das im heimischen Garten bei Anbau von Arnica montana entsteht, ist ein Befall mit Läusen.


Wie Arnikablüten getrocknet werden

Wer Arnikablüten trocknen will, sollte sie am besten zu Beginn der Blüte ernten. Danach werden sie auf ein Blatt Papier in einem bevorzugt warmen Raum gelegt und dort getrocknet. Wenn die Farbe der Blüten erhalten werden soll, muss es zwingend dunkel sein – ein Dachboden etwa ist meist ideal für diesen Zweck. Die getrockneten Blüten sollten trocken und dunkel aufbewahrt werden.

Tags: Heilpflanzen
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