Aloe Vera - die universale Heilpflanze aus den Tropen

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Aloe Vera ist eine altbewährte Heilpflanze, der eine stark heilungsfördernde Wirkung nachgesagt wird. Ebenso soll sie kühlend und beruhigend auf die Haut wirken und verschiedenste Erkrankungen und Probleme mindern. Aloe Vera wird in diversen Pflegeartikeln verwendet. Welche Inhaltsstoffe und Eigenschaften die Aloe Vera so wertvoll machen und wie man das beliebte Aloe Vera Gel selber machen kann, verrät Ihnen dieser Artikel.

Steckbrief Aloe Vera

  • Lateinischer Name: Aloe Vera, Aloe Vulgaris
  • Herkunft: Arabische Halbinsel
  • Andere Namen: Aloe, Wüstenlilie, Bitterschopf, Echte Aloe
  • Familie: Grasbaumgewächse
  • Gattung: Liliengewächse
  • Pflanzentyp: Sukkulenten
  • Verbreitung: Afrika, Vorderasien, Südamerika, Mittelmeergebiet
  • Verwendbare Pflanzenteile: Blätter
  • Erntezeit: ganzjährig
  • Blütezeit: Juni (Europa)
Aloe-Vera-Blatt
 

Merkmale der Aloe Vera

  • Mehrjährige Pflanze, kann bis zu 10 Jahre alt werden
  • Kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen.
  • Etwa 600 bekannte Aloe-Arten
  • Aussehen erinnert an Agaven oder Kakteen
  • Blätter: Rosettenartig angeordnet, lanzettförmig, am Rand bedornt, dick und fleischig, bis zu 50 Zentimeter lang
  • Aloe Vera Gel agiert als Wasserspeicher.
  • Bildet mittig einen aufrechten Stiel mit Blütenstand und bis zu zwei Seitentrieben.
  • Röhrenblüten je nach Sorte rot, gelb oder orange
  • Blüten wachsen als Trauben um den Stiel herum.
  • Kleine braunschwarze Samen
  • Verwechslungsgefahr: Es besteht Verwechslungsgefahr mit giftigen Aloe-Arten und Agaven wie Aloe aristata, Aloe polyphylla und Aloe variegata.
  • Gifttige Pflanzenteile: Die gelbliche Schicht der Blattrinde

Standort & Bodenbeschaffenheit

Die aus den (Sub-)Tropen stammende Aloe benötigt einen warmen, sonnigen Standort. Sie sollte vor Temperaturen von 4 Grad abwärts geschützt überwintert werden. Es empfiehlt sich ein Platz an einem sonnigen Südfenster oder im Wintergarten. Im Sommer sollte sie auf Terrasse oder Balkon in voller Sonne stehen.
Optimal ist ein mineralischer, nährstoffreicher Boden, der nicht zu stark gegossen wird. Aloe Vera kann mehrere Wochen ohne Bewässerung auskommen. Nach langer Trockenzeit schrumpfen die wasserspeichernden Blätter.
Die Erde sollte gut wasserdurchlässig und eher sandig sein, um eventuelle Staunässe zu vermeiden. Die im Handel erhältlichen Kakteen- oder Sukkulentenerden erfüllen die Ansprüche der Aloe Vera optimal.

Eigenschaften der Aloe Vera

Die Heilpflanze Aloe Vera zählt zu den Adaptogenen. Aus den fleischigen Blättern kann man Aloe Vera Gel selber machen. Weitere adaptogene Pflanzen sind heimische Heilpflanzen wie Ringelblume oder Bohnenkraut. Unzählige positive Eigenschaften machen die Pflanze besonders wertvoll. Die folgende Liste gibt eine Übersicht über die Wirkungen, die Aloe Vera sowie Aloe Vera Gel haben sollen. So wirkt Aloe Vera unter anderem...

  • antibakteriell, antiviral, fungizid
  • abschwellend, beruhigend, kühlend, reiz- und schmerzlindernd
  • cholesterinsenkend
  • entgiftend
  • entzündungshemmend
  • immunstärkend

Aloe Vera - ihre Inhaltsstoffe und deren Wirkung

Aloe-Vera-Gel

Aloe Vera Pflanzen und das daraus hergestellte Aloe Vera Gel haben diverse wertvolle Inhaltsstoffe. Bisher sind mehr als 200 aktive Stoffe bekannt. Dazu zählen essenzielle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie diverse Enzyme und Aminosäuren.

Vitamine in der Aloe Vera

Der menschliche Körper benötigt für eine optimale Gesundheit viele verschiedene Vitamine, die er nicht selbst produzieren kann und von uns über die Nahrung zugeführt werden muss. In der Pflanze selbst und dem Aloe Vera Gel sind sowohl wasser- als auch fettlösliche Vitamine enthalten. Die Eigenschaften der unterschiedlichen Vitamine wirken sich individuell auf den Körper aus.

  • Vitamin A trägt unter anderem zum normalen Eisenstoffwechsel, zur Erhaltung normaler Schleimhäute und zur Erhaltung normaler Haut und Sehkraft bei.
  • Vitamin B1 (Thiamin) unterstützt den normalen Energiestoffwechsel, die normale psychische Funktion und die Funktion des Nervensystems.
  • Vitamin B2 (Riboflavn) hilft bei der normalen Bildung roter Blutkörperchen und trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
  • Vitamin B6 ist unterstützend für die normale psychische Funktion und die Funktion des Nervensystems.
  • Vitamin C schützt die Zellen vor oxidativem Stress, unterstützt die normale Immunfunktion und hat viele weitere Aufgaben im menschlichen Körper.
  • Vitamin E trägt ebenfalls dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
    Weitere Inhaltsstoffe sind Carotinoide wie Beta-Carotin, Vitamin B3 und Vitamin B9.

Mineralstoffe und Spurenelemente in der Aloe Vera

Diverse Prozesse im menschlichen Organismus brauchen Mineralstoffe und Spurenelemente für eine einwandfreie Funktion. Die folgenden essentiellen Stoffe finden sich in Aloe Vera. Die Liste gibt ausserdem Aufschluss darüber, wo die Mineralstoffe und Spurenelemente eine wichtige Rolle spielen können.

  • Kalzium trägt zur normalen Blutgerinnung, zum Energiestoffwechsel und zur normalen Muskelfunktion bei und unterstützt die Erhaltung normaler Knochen
  • Eisen unterstützt die normale kognitive Funktion und Energiestoffwechsel, trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei und dient dem normalen Sauerstofftransport im Körper
  • Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht, dem normalen Energiestoffwechsel und der normalen Muskelfunktion ebenso bei, wie zur normale Eiweisssynthese und Funktion des Nervensystems.
  • Mangan spielt unter anderem eine Rolle bei der normalen Bindegewebsbildung und beim Zellschutz vor oxidativen Schäden.
  • Zink, sicherlich DER Allrounder, hat vielfältige Aufgaben. Es unterstützt den normalen Säure-Basen-Stoffwechsel, trägt zur normalen kognitiven Funktion, zur normalen DNA-Synthese und zur normalen Fruchtbarkeit bei und spielt auch eine Rolle beim Erhalt normaler Haut, Haare und Nägel.
  • Selen wiederum trägt u.a. zur Erhaltung normaler Nägel und der normalen Schilddrüsenfunktion bei.

Zusätzlich zu den genannten Stoffen beinhaltet die Wüstenlilie noch Chlorid, Chrom, Kalium, Kupfer, Natrium und Phosphor.

Aminosäuren und Enzyme

Von den 22 proteinogenen Aminosäuren kommen 20 in der Aloe Vera vor. Aminosäuren sind relevant für den Stoffwechsel und werden beinahe ausschliesslich über die Nahrung aufgenommen. Der Bitterschopf enthält eine Kombination aus nicht essentiellen Aminosäuren wie Alanin, Glutaminsäure und Serin, bedingt essentiellen Aminosäuren wie Arginin und Histidin sowie essentiellen Aminosäuren wie Leucin, Lysin und Tryptophan. Die Blätter sind reich an Enzymen, die nützlich für Verdauung und Stoffwechsel sind. Enzyme übernehmen in unserem Körper viele Aufgaben. Sie sind unter anderem dafür verantwortlich, dass die chemischen Vorgänge problemlos ablaufen.

Aloverose - ein Zeichen von Qualität

Die Aloe Vera beinhaltet noch andere Stoffe wie beispielweise Polysaccharide (Mehrfachzucker) und Monosaccharide (Einfachzucker). Unter den in Aloe enthaltenen Polysacchariden ist das hochwirksame Acemannan, auch Aloverose genannt. Auch in Ginseng und der Taigawurzel kommt Acemannan vor. Aloverose wirkt antimykotisch und antibakteriell. Es dient der Pflanze als Schutz vor Schädlingen und Krankheiten. Das Polysaccharid soll darmreinigend und entzündungshemmend wirken und den Aufbau von Knorpeln, Sehnen, Bändern und Gelenken unterstützen. Der Aloverosegehalt gilt als Qualitätsmerkmal. Je mehr ein Produkt davon enthält, desto mehr Vitalstoffe sind vorhanden und desto besser ist die Wirkung.

Zur Verwendung von Aloe Vera Gel und deren Wirkung

Die Zier- und Heilpflanze findet in diversen Kulturen bereits seit vielen Jahrhunderten Verwendung in der Medizin. Heutzutage ist Aloe Vera ein gern gesehener Bestandteil verschiedener Pflegeprodukte. Weiter unten im Text wird beschrieben, wie man Aloe Vera Gel selber machen kann. Die Wirkung von Aloe Vera Gel ist nicht aufgrund der einzelnen Bestandteile extrem stark, sondern dank der einzigartigen Zusammensetzung der Wirk- und Inhaltsstoffe.

Aloe-Vera-Gel
 

Aloe Vera auf der Haut: Reinigend, kühlend und beruhigend

Gerne wird Aloe Vera Gel bei Hautproblemen verwendet. Diverse Leiden können durch die Anwendung verbessert werden. Dazu gehören Akne, Neurodermitis, Sonnenbrand und Insektenstiche. Aber auch Hauterkrankungen wie Ekzeme, Dermatitis und Schuppenflechte können durch das Gel reduziert werden.

Aloe Vera Gel kann die Wundheilung fördern

Ein weiteres Anwendungsgebiet sind unterschiedliche Arten von Wunden. Leichte Brandwunden, Abszesse, schlecht heilende Wunden und Schnittwunden können durch das Gel gekühlt und deren Heilung angeregt werden.

Aloe Vera für die Haare - und weitere Einsatzgebiete

Aloe Vera Gel reduziert die Schuppenbildung und bekämpft Haarausfall, indem es die Haarwurzeln stärkt. Auch bei Erfrierungen, Herpes, Rheuma, Arthrose, Gicht oder Arteriosklerose kann Aloe Vera Gel zur Verbesserung der Symptome beitragen. Dem Gel wird zusätzlich eine immunstärkende Wirkung nachgesagt. Es kann Entzündungen von Haut, Mundschleimhaut sowie im Magen-Darmbereich mindern.

Aloe Vera Gel selber machen - Anleitung und Hinweise

Es gibt die Möglichkeit, Aloe Vera Gel selber zu machen. Was Sie dafür benötigen und wie Sie das Aloe Vera Gel selber machen können, wird folgend beschrieben. Zunächst werden die Blätter einer Aloe Vera Pflanze benötigt. Diese sind im Onlinehandel erhältlich oder lassen sich von einer Pflanze ernten. Bei der Ernte einer eigenen Pflanze ist auf das Pflanzenalter zu achten. Ist die Pflanze bereits älter als drei Jahre, sollte sie stark genug sein, das Abtrennen eines Blattes zu überstehen. Zudem enthält die Aloe Vera ab diesem Alter eine ausreichend grosse Menge an Wirkstoffen. Und so können Sie das Aloe Vera Gel selber machen:

  1. Unterstes Blatt mit einem sauberen Messer ganz nah an der Pflanzenmitte abschneiden.
  2. Das Blatt sollte für ungefähr 30 Minuten in einem Behälter ruhen, während die Schnittfläche nach unten zeigt. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass der gelbliche, aloinhaltige Saft aus dem Blatt laufen kann.
  3. Anschliessend wird nur so viel vom Blatt abgetrennt, wie für die Anwendung benötigt wird. Das restliche Blatt kann im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  4. Um das Aloe Vera Gel selber zu machen wird das Blatt längs halbiert.
  5. Während das Blatt über ein Schälchen gehalten wird, wird das Aloe Vera Gel vorsichtig mit einem Löffel herausgekratzt. Es sollte darauf geachtet werden, nicht in die aloinhaltige Schicht nahe der Blattrinde zu kratzen, da Aloin giftig ist.

Es ist ratsam, das Aloe Vera Gel mit einem Mixer zu pürieren. So hat das Gel die ideale Konsistenz für die Weiterverarbeitung. Das Aloe Vera Gel kann direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Warum Aloe Vera Gel selber machen?

Aloe Vera Gel selber zu machen spart Geld. Wer eine echte Aloe Pflanze Zuhause hat, kann unkompliziert Aloe Vera Gel selber machen und muss nicht auf teure Produkte aus dem Handel zurückgreifen. Wenn Sie Aloe Vera Gel selber machen, dann werden die Blätter frisch von der Pflanze abgetrennt. Die Wirkstoffe sind auf diese Weise noch bestens erhalten und besonders wirksam. Zudem befinden sich keine Zusatzstoffe in dem Aloe Vera Gel. Aloe Vera Gel selber zu machen lohnt sich besonders für die Menschen, die sich Gedanken über Herkunft und Inhaltsstoffe der verwendeten Produkte machen.

Aloe Vera Gel selber machen - Aufbewahrung und Haltbarkeit

Wenn Sie Aloe Vera Gel selber machen, stellt sich oft die Frage nach der Lagerung. Das Aloe Vera Gel sollte luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort hält es sich für ein bis zwei Wochen. Um die Haltbarkeit zu verlängern, können etwa ein Gramm Vitamin-C-Pulver oder 15 Tropfen Vitamin-E-Öl auf 100 Gramm Aloe Vera Gel hinzugefügt werden.

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